1. Europa richtet sich neu aus 
  2. Europatag als wirtschaftspolitisches Bekenntnis 
  3. Energie, Entlastung und weniger Bürokratie

Vor Vertreterinnen und Vertretern der Industrie- und Handelskammern betonte Bundeskanzler Friedrich Merz die zentrale Rolle von Unternehmern für Deutschland. Mittelstand, Handwerk und Familienunternehmen sind das Rückgrat der Volkswirtschaft – sie stehen für Innovation, Arbeitsplätze und Verantwortung. Seit Jahren aber stagniert das Wachstum.  

„Erst Wachstum, dann Verteilung, nicht umgekehrt.“ Bundeskanzler Friedrich Merz 

Klar ist: Nur Wachstum sichert Arbeitsplätze, finanziert den Sozialstaat und macht Deutschland zukunftsfähig. Merz bekräftigte zugleich sein Vertrauen in die demokratische Mitte: „Wechselnde Mehrheiten und eine Minderheitsregierung führt nicht zu besseren, sondern zu gar keinen Ergebnissen.“  

Europa richtet sich neu aus

Mit Blick auf die internationale Lage erklärte der CDU-Vorsitzende, dass sich Europa wirtschaftlich und sicherheitspolitisch auf einem neuen Weg befindet. Angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender geoökonomischer Konkurrenz muss Europa stärker werden. Das hat Vorrang für die Bundesregierung.  

Die Europäische Union richtet deshalb ihre Handelspolitik neu aus und sucht weltweit neue Partnerschaften mit gleichgesinnten Staaten. Als Beispiele nannte Merz das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen und ein zukünftiges Abkommen mit Indien. Sein Anspruch: Europa muss schneller entscheiden und wirtschaftliche Chancen konsequenter nutzen.  

Europatag als wirtschaftspolitisches Bekenntnis

Wenige Tage vor dem Europatag am 9. Mai machte der Bundeskanzler deutlich: Wer Europas Wohlstand sichern will, muss die europäische Einigung als Grundlage begreifen, nicht als Hindernis. Die Schuman-Erklärung von 1950 war von Beginn an ein wirtschaftspolitisches Projekt. Durch enge Verflechtung der Volkswirtschaften sollten Konflikte unmöglich werden. 

Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Pressekonferenz nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg
Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur
Florian Pohl / City-Press GmbH Bildagentur

„Wir brauchen keine nationalen Alleingänge – sondern ein starkes Europa mit klaren Regeln.“ Bundeskanzler Friedrich Merz 

Für die CDU heißt das: ein leistungsfähiger Binnenmarkt, faire Wettbewerbsbedingungen und Bürokratieabbau auch auf EU-Ebene. Wirtschaftliche Stärke und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Nur ein wirtschaftlich robustes Europa kann seine Werte, seine Freiheit und seine Sicherheit selbst verteidigen.  

Energie, Entlastung und weniger Bürokratie

Merz macht deutlich: Es braucht wieder Optimismus in Deutschland. Die Voraussetzungen dafür gibt es. Das zeigt das Jahr 2025. Diese war ein Rekordjahr für Start-up-Gründungen. „Viele junge Menschen investieren wieder und gründen Unternehmen, weil sie Vertrauen in den Standort Deutschland und Europa haben.“  

Die Koalition will Deutschland insgesamt wieder nach vorne bringen: Mit weniger Nachweispflichten, schnelleren Genehmigungen und digitalen Verwaltungsangeboten sollen Unternehmen und Bürger entlastet werden. Gemeinsam mit den Ländern arbeitet die Bundesregierung zudem an einer Digitalisierungsagenda mit mehr als 200 Projekten.