Geboren 1939 in Berlin, wuchs er im Westen der geteilten Stadt auf. Der Politologe wurde 1973 Leiter der Hauptabteilung Öffentlichkeitsarbeit in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Bonn. Seine außergewöhnliche Organisationsstärke wurde prägend für sein Wirken – und für den Erfolg der Partei.  

1981 wurde er CDU-Bundesgeschäftsführer. In dieser Funktion gestaltete er gemeinsam mit Generalsekretär Heiner Geißler das Konrad-Adenauer-Haus um und machte es zu einer modernen, serviceorientierten Parteizentrale. Vor allem aber organisierte er die erfolgreichen Bundestagswahlkämpfe 1983, 1987 und 1990 für Helmut Kohl. Mit Wahlkampf-Slogans, die zu echten Wegmarken des Erfolgs wurden: „Kanzler für Deutschland“ und „Ja zu Deutschland, ja zur Zukunft“. 

Peter Radunski, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der CDU mit Helmut Kohl, Bundeskanzler der CDU
Foto: Harald Odehnal
Peter Radunski, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der CDU mit Helmut Kohl, Bundeskanzler der CDU
Foto: Harald Odehnal
Foto: Harald Odehnal Foto: Harald Odehnal

Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 1990 berief der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen den erfahrenen Parteistrategen in die schwarz-rote Landesregierung. Zunächst war Radunski für Bundes- und Europaangelegenheiten zuständig. 1996 wurde er Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Auch dieses Amt füllte er mit Hingabe aus.  

Nach der für die CDU erfolgreichen Wahlkampagne bei der Abgeordnetenhauswahl 1999, die der passionierte Läufer Diepgen mit der Kampagne „Diepgen rennt“ gewann, zog sich Peter Radunski von seinen politischen Ämtern zurück. Der Union und dem politischen Geschehen blieb er auch danach eng verbunden. 

Peter Radunski ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Die CDU Deutschlands wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.