Entlastung und Sicherheit für die Landwirtschaft
Kurswechsel für die Landwirtschaft: Neue Planungssicherheit und spürbare Entlastungen stärken die heimischen Betriebe. Wirksame Schritte gegen Bürokratie und für den Schutz der Weidetiere stehen im Mittelpunkt der 100. Grünen Woche.


- Finanzielle Entlastung und Investitionsanreize
- Praxisnaher Artenschutz: Wolf ins Jagdrecht
- Weniger Bürokratie schafft Zeit für Arbeit auf den Höfen
Neun Monate nach dem Regierungswechsel zieht die Landwirtschaftspolitik eine erste Bilanz. Unter Unions-Führung hat die Agrarpolitik die Richtung gewechselt. Statt neuer Belastungen stehen Entlastung, Planungssicherheit und die Stärkung des ländlichen Raums im Mittelpunkt.
Finanzielle Entlastung und Investitionsanreize
Ein zentraler Baustein für faire Wettbewerbsbedingungen ist seit dem 1. Januar 2026 die vollständig wiedereingeführte Agrardieselrückvergütung. Diese Maßnahme entlastet die Land- und Forstwirtschaft jährlich um rund 430 Millionen Euro. Es war wichtig, dass jeder Betrieb in Deutschland profitiert und die Landwirte die Entlastung im Geldbeutel spüren.
Der neue Investitionsbooster für die Wirtschaft macht den Kauf moderner Technik attraktiver. Neue Maschinen können nun bereits im ersten Jahr mit 30 Prozent besonders stark steuerlich abgesetzt werden. Ergänzt wird dieses Paket durch die Absenkung der Stromsteuer. Zudem senkt der Wegfall der Gasspeicherumlage deutlich die Energiekosten für die gesamte Branche.
Praxisnaher Artenschutz: Wolf ins Jagdrecht
Beim Schutz der Weidetiere erfolgt eine entscheidende Weichenstellung: Der Wolf wird in das Bundesjagdgesetz aufgenommen. Damit ist der Weg frei für ein aktives Bestandsmanagement. In Regionen ohne Gefährdung der Art und zusätzlich in wichtigen Weidegebieten, insbesondere auf Almen und Deichen, wird die Bejagung künftig möglich sein. Dieser Schritt sichert die ökologisch wertvolle Weidehaltung und schützt die Herden. Die Kombination aus Jagdrecht, Herdenschutz und staatlicher Förderung sichert die Weidehaltung und den ländlichen Raum.
Weniger Bürokratie schafft Zeit für Arbeit auf den Höfen
Durch Abschaffung der so genannten Stoffstrombilanzverordnung sparen Betrieben jährlich rund 18 Millionen Euro an Bürokratiekosten. Die doppelte Dokumentationspflicht ist beendet. Auch im Weinbau und in der Tierhaltung sorgen vereinfachte Meldewege für mehr Freiraum im Betriebsalltag. Sonderkulturen, wie der Obst- und Gemüsebau erhalten im Jahr 2026 zudem mehr Flexibilität: Die sozialversicherungsfreie Saisonarbeit wurde von 70 auf 90 Tage verlängert.
Der eingeleitete Politikwechsel zeigt Wirkung. Landwirte können wieder auf Verlässlichkeit und Perspektiven vertrauen. Wirtschaftliche Vernunft und das Vertrauen in die Arbeit der bäuerlichen Familienbetriebe steht wieder im Zentrum der Politik.



