1. KI wird zur gesellschaftlichen Frage.
  2. „KI-Nation 2030“: Deutschland muss vorangehen.
  3. Wer zahlt künftig noch Steuern?

Wer pflegt uns in Zukunft? Wer unterhält uns, liest uns vor – oder erzählt uns neue Geschichten? Wie laufen Produktion oder Verwaltung 2030? Wohin wir auch schauen – Künstliche Intelligenz kann immer mehr. Sie übernimmt immer neue Aufgaben, schneller und umfassender als je gedacht. KI hat sich weltweit zu einem der wichtigsten Themen entwickelt. Sie gestaltet Zukunft, immer mehr autark. KI verändert unsere Welt dramatisch. Damit wir davon profitieren, muss sich KI an menschlichen Werten orientieren, sagt Bundeskanzler Merz.

KI wird zur gesellschaftlichen Frage.

Längst geht es um mehr als den Text von ChatGPT oder künstlich entstandene Bilder und Filme. Denn Künstliche Intelligenz reicht in zahlreiche Bereiche unseres Alltags hinein. Vieles wird durch sie besser. In der Medizin, in der Forschung oder auch in der Landwirtschaft sehen wir das schon heute. Krankheiten erkennen, Operationen durchführen – das geht schon. KI-Haushaltshelfer können unterstützen. Viele Probleme lassen sich mit KI lösen. Und auch manche gesellschaftliche Aufgabe wird in anderen Ländern schon von KI geleistet, allen voran in der Pflege.

„KI-Nation 2030“: Deutschland muss vorangehen.

Geht es nach dem Bundeskanzler, wird Deutschland Vorreiter, mindestens in Europa. „Wir müssen, wir wollen Spitzenreiter werden“, fordert der Kanzler. In der Industrie sollen nutzbare KI-Modelle gefördert werden. Das sichert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Gemeinsam mit Frankreich, Kanada und anderen Partnern soll dazu geforscht und entwickelt werden. Im Maschinenbau und in der Elektroindustrie liegen große Chancen.

Die Taskforce unter Leitung des Digitalministeriums gibt als Ziel aus, Deutschland bis 2030 zur «KI-Nation» zu machen. Bis 2030 sollen 4 von 5 Großunternehmen KI nutzen, mindestens 5 von 10 der kleineren.

Wer zahlt künftig noch Steuern?

Arbeit ohne Menschen? Davon gehen weder Digitalminister Wildberger noch der Kanzler aus. Schon die Automatisierung der 1980er Jahre hat neue Arbeitsplätze anstelle der bisherigen geschaffen. Die Jobs verändern sich, der Output steigt, so die Erfahrungen. Denn KI macht vieles schneller.

 

Auch die Politik muss schneller werden. Gesetze müssen mit der Entwicklung Schritt halten. Grenzen müssen definiert, Chancen dürfen aber nicht blockiert werden. Und wenn KI künftig Werte schafft, muss über Steuern und Abgaben neu nachgedacht werden. Familienministerin Karin Prien (CDU) hatte dem STERN gesagt: „Wir müssen zu neuen Formen von Besteuerung kommen. Wenn Wertschöpfung im Wesentlichen über Künstliche Intelligenz funktioniert, muss das auch besteuert werden. Anders geht es nicht.“ Auch Microsoft-Gründer Bill Gates fordert schon länger, Roboter und KI zu besteuern, um den Anreiz zu verringern, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.