„Wir feiern den 150 Geburtstag von Konrad Adenauer“, sagt Friedrich Merz zu Beginn seiner Rede. „Wir feiern ihn. Denn Adenauer und Erhard waren nicht nur Gründungsväter der Republik. Sie weisen mit ihrem Vermächtnis den Weg in die Zukunft unseres Landes.“ Dazu gehören und gehörten Mut und Zuversicht, Ideen, Strategien – und Pragmatik.

Verantwortung für ganz Deutschland.

Es ist wichtig, „dass wir uns in diesem Jahr daran erinnern“, bekennt der CDU-Vorsitzende 2026 mit Blick auf seine Vorgänger. Denn die CDU trägt 2026 die politische Verantwortung für Deutschland. „Wir sind die Partei der Zuversicht. Wir sind die Macherpartei“, sagt Merz. „Das Land gut zu führen, seine Schätze zu hüten und uns allen Zuversicht zu geben“ – darum geht es.

Der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Friedrich Merz, auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart (Foto: Sönke Ehlers)
Der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Friedrich Merz, auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart (Foto: Sönke Ehlers)

„Die Verantwortung für unser Land ist unsere gemeinsame Verantwortung“, sagt Bundeskanzler Merz. In diesem Sinne begleitet die CDU die Wahlkämpfe 2026. „Lieber Manuel Hagel, wir begleiten Dich auf dem Weg, wir unterstützen Dich auf dem Weg. Und wir werden gemeinsam Erfolg haben. Lieber Gordon Schnieder, nach langen 34 Jahren kann die CDU wieder eine LTW gewinnen. Und wir werden mit Dir, lieber Gordon, diese Landtagswahl gewinnen.“

Die Landesparteien sind geschlossen, sind geeint, macht merz deutlich. „Die CDU ist eine Partei der Verlässlichkeit und der Führungskraft. Wir verbinden bürgerliche Tugenden mit Modernität, mit Aufbruch und dem Streben nach Gerechtigkeit. Wir haben Freude an Politik.“

Es geht um große Aufgaben und große Ziele

„Wir dienen unserem Land. Mit ganzem Herzen und mit allem, was wir können“, macht der CDU-Vorsitzende deutlich. Die CDU versteht und verkörpert die DNA Deutschlands. Das Ziel der CDU ist eine gute Zukunft in Freiheit. Die CDU hat immer gezeigt: „Wir können auch in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen. Und die Lage ist schwierig. Wir können es jeden Tag beobachten. Wir sind alle Zeitzeugen eines epochalen Umbruchs.“

Eine neue Weltordnung nimmt Gestalt an. „Eine Großmachtordnung“ nennt Bundeskanzler Merz sie. Das betrifft Sicherheit, Wohlstand, Frieden und Freiheit – „und auch die neue Rolle Deutschlands in der Welt“. Er sagt: „Die Veränderungen betreffen uns alle.“ Die CDU setzt seit 80 Jahren auf Mut und Verantwortungsbereitschaft. „Und deshalb nehmen wir auch jetzt die Herausforderungen an, vor denen wir stehen.“

Merz: „Technologie entscheidet heute über Souveränität.“

Die neue Ära zeigt: Macht ersetzt vielfach ein regelbasiertes Miteinander. „In dieser neuen Ära zählt Stärke“, sagt Merz. „Sie ist rauer und gefährlicher.“ Diese Politik der Großmächte führt zu Kriegen, Zöllen, Subventionen und neuen Grenzen. Sie beeinträchtigen Freiheit und Handel. „Technologie entscheidet heute über Souveränität“, so Merz. Darauf muss Politik reagieren.

Der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Friedrich Merz, beim CDU-Parteitag in Stuttgart (Foto: Sönke Ehlers)
Der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Friedrich Merz, beim CDU-Parteitag in Stuttgart (Foto: Sönke Ehlers)

„Wir können die neue Weltordnung gestalten. Und wir werden unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das wollen wir. Und das können wir auch. Wir wollen stark sein, wir wollen sicher sein und wir wollen frei sein. Wir wollen es gemeinsam mit unseren Freunden in Europa. Und wir wollen zusammen sein mit den Demokratien auf dieser Welt. Denn erst Partner machen Demokratien stark.“ Friedrich Merz

Merz: Europa muss lernen, die Sprache der Macht zu sprechen.

Europa ist innovativ, modern, dabei gefestigt, demokratisch und frei. „Wir sind auf der Welt ein geachteter Partner“, sagt Merz. „Dass wir das Recht achten, ist nicht Schwäche, sondern Stärke.“ Das hat auch das gemeinsame Handeln in der Debatte um Grönland gezeigt: „Wenn Europa gemeinsam handelt, ist Europa nicht zu besiegen.“

„Wer seine Sicherheit vernachlässigt, wird erpressbar.“ Merz fordert Europa zu stärken: Eine umfangreiche Verteidigungsfähigkeit aufbauen, gehört dazu. Deutschland ist vorangegangen. Andere folgen. Wirtschaftliche Stärke wieder auf- und ausbauen – durch weniger Regulierung und mehr Dynamik. Es braucht internationale Partnerschaften, Freiheiten und Gemeinschaft. Mercosur und Indien geben die Kraft für ein ökonomisch starken Europa. Europa braucht diesen Weg. Es ist unfassbar, so Merz, dass deutsche Grüne im Europäischen Parlament mit Linksextremen und der AfD dagegen stimmen. „Wir gehen mutig unseren Weg weiter in Europa.“ Dazu muss Europa „auch technologisch souverän werden.“ Das ist Voraussetzung für Sicherheit, für Unabhängigkeit. „Die Europäische Sprache der Macht ist die Sprache des Fortschritts, der Erfolge, der Klarheit und des Friedens.“

Merz: Deutschland muss sich neu aufstellen.

38. Parteitag der CDU Deutschlands am 20.02.26 in Stuttgart. / Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)
38. Parteitag der CDU Deutschlands am 20.02.26 in Stuttgart. / Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

„Der Epochenbruch trifft uns alle.“ DAX-Konzerne, Mittelständler und Arbeitnehmer. Darauf muss reagiert werden. Schnelligkeit entscheidet über den Erfolg. „Der Wandel eröffnet auch große Chancen. Wer heute investiert, kann morgen Standards setzen. Die Politik muss entschlossen handeln. „Deutschland, die Politik und die Union haben das verstanden.“ Merz räumt ein: Veränderungen dauern – das hätte auch er selbst deutlicher machen müssen.

Umso mehr geht es darum, Änderungen voranzutreiben und alte Gewohnheiten abzulegen. „So verstehe ich meine Rolle in der Bundesregierung.“ Nicht beschreiben. „Ich will antreiben. Ich will uns ehrgeizige Ziele setzen. Ich will uns motivieren. Deutschland muss zur Höchstform auflaufen. Sonst schaffen wir nicht, was wir uns vornehmen müssen.“ Bundeskanzler Merz macht deutlich: „Ich glaube an die positive Kraft einer Vision.“

Für eine neue Gemeinschaft.

Merz gibt ein deutliches Statement geben Antisemitismus ab: „Wir werden in diesem Land Judenhass nicht hinnehmen. Wir stehen an der Seite aller Jüdinnen und Juden in Deutschland. Und wir stehen an der Seite Israels.“ AfD und Linke zeigen mittlerweile offen, dass sie die Rechtsstaatlichkeit verächtlich machen.

„Die Einigung unseres Landes in Einheit und Freiheit war eine gigantische Leistung unseres ganzen Landes – in Ost und West und Nord und Süd“, bekräftigt Merz. Das schließt „manche historische Ungerechtigkeit“ nicht aus. Fehlende Anerkennung von Lebensleitungen zählt dazu. Aber der Aufbau Ost ist und bleibt eine gemeinsame Erfolgsgeschichte. Diese Erfolgsgeschichte wird die CDU auch bei den Landtagswahlen im Herbst fortschreiben. Dafür gilt: „Wir müssen um das Vertrauen der Menschen ringen.“ Er stellt klar: Wir wissen, wo wir jetzt anpacken müssen.“

Mit dem Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft vor 80 Jahren hat sich die CDU einen Kompass gegeben, schließt Merz den Rahmen seiner Rede. „Wohlstand für alle“ ist bis heute ein gemeinsames Bekenntnis zu Freiheit, Offenheit und Souveränität. Die CDU wird die neuen Aufgaben damit gemeinsam und geschlossen angehen. Gemeinsam mit der CSU. Für erfolgreiche Politik. Für unser Land. „Deutschland schaut auf uns.“