Gemeinsam stark für Europa

    Hamburg war am Montag das Zentrum der europäischen Energiepolitik. Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz trafen sich die Regierungschefs der Nordsee-Anrainer im Rathaus. Das Ziel ist die eigenständige Energieversorgung für Haushalte und Industrie. Dies beendet die Abhängigkeit von teuren Importen und festigt den Zusammenhalt auf dem Kontinent. 

    Windkraft als Motor für Wohlstand

    Die Nordsee bietet gewaltige Chancen für die Wirtschaft. Eine grenzüberschreitende Vernetzung der Windparks senkt die Kosten und garantiert eine stabile Stromversorgung. Davon profitiert der Klimaschutz ebenso wie der Arbeitsmarkt.  

    „Die Beschlüsse, die wir heute hier in Hamburg getroffen haben, werden unsere Energieversorgung sicherer, kostengünstiger und integrierter machen.“ Friedrich Merz 

    Ein Rückgrat für Deutschlands Industrie 

    Diese Energie-Offensive ist weit mehr als ein norddeutsches Projekt: Die Anbindung an das nationale Stromnetz stellt sicher, dass der saubere Windstrom auch die industriellen Herzen im Süden und Westen des Landes erreicht. Von der bayerischen Chemieindustrie bis zum baden-württembergischen Mittelstand – bezahlbare Energie aus der Nordsee sichert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in ganz Deutschland. 

    Sicherheit für unsere Energie

    Ein Schwerpunkt der Gespräche war der Schutz der Anlagen vor physischen und virtuellen Angriffen. In enger Zusammenarbeit mit der NATO wird die Sicherheit im hohen Norden erhöht. Die Bundesregierung übernimmt hierbei geopolitische Verantwortung für die gesamte Region.  

    „Vor allem Dänemark und die Bevölkerung Grönlands können sich auf unsere Solidarität verlassen.“ Friedrich Merz

    Nordseegipfel in Hamburg
    Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann
    Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

    Taten statt nur Worte: Das Beispiel Bornholm

    Der Gipfel liefert Ergebnisse, die über bloße Absichtserklärungen hinausgehen. Ein Meilenstein ist das Projekt „Bornholm Energy Island“. Deutschland und Dänemark haben sich rechtlich verbindlich geeinigt, gemeinsam Windkraft für Millionen Haushalte zu erzeugen. 

    „Bornholm Energy Island ist das erste rechtsverbindlich vereinbarte hybride Offshore-Kooperationsprojekt in Europa. Es gibt kein zweites. Wir machen hier das erste.“ Friedrich Merz 

    Ein Hub für saubere Energie

    Die intelligente Vernetzung der Infrastruktur ist der Schlüssel, um strategische Abhängigkeiten zu reduzieren. Das enorme Potenzial der Nordsee wird künftig besser genutzt, um Europa insgesamt krisenfester und souveräner zu machen. 

    „Mit dem konsequenten Ausbau und der intelligenten Vernetzung von Offshore-Energie schaffen wir bezahlbare, saubere und sichere Energie, reduzieren strategische Abhängigkeiten und erhöhen die Resilienz Europas insgesamt.“ Katherina Reiche  

    Ein Plan mit festen Terminen

    Damit die Ziele erreicht werden, gibt es nun einen klaren Aktionsplan mit festen Zeitplänen und Zuständigkeiten. Die Energieminister werden die Umsetzung regelmäßig prüfen. Ein gemeinsamer Investitionspakt sorgt zudem dafür, dass die Industrie über neun Milliarden Euro in neue Fabriken und Technik investiert. 

    Dieser konkrete Aufbau einer modernen Infrastruktur macht das Land sicher und fit für die kommenden Jahrzehnte. Klare Regeln und starke Partnerschaften sichern den Erfolg. Das Ziel ist ein souveränes Europa.