Schulz will Quote für E-Autos. Fakt ist: Eine Quote bringt mehr Nachteile als Vorteile.

Faktencheck

Schulz will Quote für E-Autos. Fakt ist: Eine Quote bringt mehr Nachteile als Vorteile.

Martin Schulz will mit einer verbindlichen europäischen E-Mobilitätsquote den Anteil von Elektrofahrzeugen deutlich erhöhen (Spiegel, 11.08.2017).

Fakt ist:

Eine Quotenregelung ist der falsche Weg.

Der Vorschlag von Martin Schulz erfährt breite Kritik, vor allem auch aus dem Mittelstand: „Die Forderung nach einer Quote für Elektroautos ist ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver von Martin Schulz.“ (Bundesverband mittelständische Wirtschaft, 11.08.2017)

Auch die Presse meint, dass Martin Schulz mit seiner Forderung falsch liegt:

  • „Wenn SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nun eine EU-Quote für E-Autos fordert, dann ist das ein denkbar dirigistischer Ansatz. Hier sollen Marktergebnisse von vornherein vorgeschrieben werden. Und das ist gerade in diesem Fall hochproblematisch. Eigentlich ist zu erwarten, dass der E-Auto-Anteil zunächst weiter zögerlich, dann aber irgendwann fast sprunghaft wächst. Wann dieser Trendbruch kommt, ist kaum abzusehen, denn das ist wesentlich vom technischen Fortschritt abhängig. (…) Seine Antwort aber ist so ziemlich die falscheste, die sich denken lässt.“ (Welt, 12.08.2017 )
  • „Martin Schulz' Forderung nach einer EU-Quote für Elektroautos ist ein Griff in die Mottenkiste der Planwirtschaft - und deswegen der falsche Weg.“ (Augsburger Allgemeine, 12.08.2017 )
Wirtschaft