Selbstverpflichtung statt Verbote – das ist CDU pur

19.12.2018

Selbstverpflichtung statt Verbote – das ist CDU pur

Das Bundeskabinett verabschiedet die Nationale Reduktionsstrategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten. Bundesministerin Julia Klöckner: „Ziel ist, dass die die gesunde Wahl zu leichteren Wahl wird.“

Handlungsbedarf sieht die Bundesministerin mit Blick auf den zunehmenden Konsum von Fertigprodukten. Diese lägen im Trend und seien Teil eines modernen Lebensstils geworden. Allerdings enthalten sie nicht selten relativ viel Zucker, Fette und Salz. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) möchte Verbraucherinnen und Verbraucher dabei unterstützen, sich gesundheitsförderlich zu ernähren und dafür sorgen, dass verarbeitete Lebensmittel gesünder werden.

So sollen die Produkte weniger Energie, Zucker, Fette und Salz, aber dennoch ausreichend Nährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz hat daher einen klaren Fokus auf Fertigprodukte – insbesondere auch auf solche, die sich durch die Art ihrer Aufmachung an Kinder und Jugendliche richten.

Ernährungsmedizinische Relevanz

Weltweit, so auch in Deutschland, treten so genannte nichtübertragbare Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 immer häufiger auf. Dies wirkt sich nicht nur auf die Lebensqualität der Betroffenen, sondern auch auf die Sozial- und Gesundheitskosten aus. Insbesondere Bewegungsmangel und einseitige, kalorienreiche Ernährung können das Risiko für Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) erhöhen und wiederum die Entstehung von nichtübertragbaren Krankheiten begünstigen. Die Gesetzesinitiative, die auf eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft setzt, will hier Abhilfe schaffen.

Die Umsetzung

Mit dem Koalitionsvertrag ist das BMEL beauftragt worden, eine nachhaltig wirkende und wissenschaftlich fundierte Strategie zu erarbeiten, um Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten zu verringern.

Die nun vorliegende Strategie ist das Ergebnis eines gemeinsamen Prozesses mit Beteiligten der Bundesregierung, der Bundesländer sowie von Verbänden aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft; sie wurde vom Kabinett beschlossen. Dies ist ein in Europa einzigartiger Ansatz, denn Zucker, Fette und Salz werden in einer gemeinsamen Strategie behandelt. Mit der Strategie will Bundesernährungsministerin Klöckner den Herstellern den Blick öffnen, um beispielsweise neue, innovative Produkte auf den Markt zu bringen.

Mit dem Jahr 2019 startet die Umsetzung. Bis zum Jahr 2025 wird diese durch ein engmaschiges Monitoring überwacht. Im Herbst 2019 gibt es eine erste Überprüfung. Ein Zwischenbericht wird das BMEL Ende 2020 vorlegen. Die Ziele der Strategie sollen bis Ende 2025 erreicht sein.