Mit TTIP Globalisierung gestalten

25.09.2014

Mit TTIP Globalisierung gestalten

„Mit TTIP und CETA wollen wir eine neue Brücke über den Atlantik schlagen“, erklärte CDU-Generalsekretär Peter Tauber bei seiner Rede im Bundestag. In der Debatte ging es am Donnerstag um die Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA). Für CDU und CSU stehen bei den Freihandelsabkommen klar die Chancen auf mehr Wohlstand im Vordergrund – für die Menschen und für die Unternehmen.

Scharf kritisierte Tauber die Haltung der Opposition: Vor allem die Linke habe sich schlichtweg aus Antiamerikanismus gegen die Abkommen entschieden. Vielmehr noch schüre die Linkspartei Ängste und Sorgen der Bürger und beschwöre Horrorszenarien herauf über Chlorhühnchen, Fracking und geheime Verhandlungen. Der CDU-Generalsekretär ist überzeugt: „Mit den beiden Freihandelsabkommen können wir das 21. Jahrhundert gestalten, können wir die Globalisierung gestalten!“

Deutschland ist weltweit am besten vernetzt

Tauber erklärt, Deutschland führe seit 2012 den Index der globalen Vernetzung an – das heißt: „Kein Land der Welt ist so sehr verknüpft mit anderen Volkswirtschaften wie Deutschland.“ Zudem habe die University of Chicago errechnet, dass der reale Wohlstand in Deutschland ohne die zahlreichen Handelsbeziehungen nur etwa halb so hoch wäre, wie er jetzt ist.

Deshalb liege es im Interesse Deutschlands, beide Freihandelsabkommen zu einem Erfolg werden zu lassen: „So können wir Nachhaltigkeit, Gesundheits-, Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz sowie Warenhandel positiv beeinflussen“, fügt Tauber hinzu. Die Abkommen abzulehnen, bedeute auf diese Gestaltungsmöglichkeiten zu verzichten.

TTIP und CETA bauen Handelshemmnisse ab

Die Abkommen schafften gerade für kleine und mittlere Unternehmen mehr Übersicht im Vorschriftendschungel. Als Beispiel  nannte Tauber amerikanische Einfuhrvorschriften und Zölle für die deutsche Textil-Industrie und belegte die Zahlen exemplarisch mit einer Herrenjacke: „Besteht dieser in die USA exportierte Männeranorak im Wesentlichen aus Baumwolle, beträgt der Zollsatz 9,4 Prozent. Enthält er aber hauptsächlich Chemiefasern, dann liegt der Zollsatz bei mehr als 27 Prozent.“ Die Abkommen führten dazu, Handelshemmnisse abzubauen – zum Wohle deutscher und europäischer Unternehmen.