Mit 83,35 Prozent der Stimmen der Delegierten des 33. Parteitags der CDU kann der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet nun in das Superwahljahr starten.

Das Ergebnis, das für eine große Beteiligung der CDU-Mitglieder stehe – “fast mehr als auf Präsenzparteitagen”, wie Laschet bemerkte – stehe ebenso für “großes Vertrauen”. Es bedeute, “dass auch viele, die in den ersten Wahlgängen Norbert Röttgen und Friedrich Merz unterstützt haben, nun auch den neuen Vorsitzenden unterstützen”, sagte Laschet. Er bedankte sich für das Vertrauen.

Die große Beteiligung und auch das Ergebnis seien als ein Signal der Geschlossenheit in der Union zu verstehen. Ihm sei wichtig, dass die drei Wurzeln der CDU, die christlich-soziale, die liberale und die konservative, weiterhin sichtbar blieben. “Mein Ziel ist es: Führen und zusammenführen. Ich möchte Ideen umsetzen, aber im Dialog mit allen, die daran mitwirken”, fasste Laschet zusammen.

Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak in die Ergebnisbekanntgabe eingeführt. Demokratie, so Ziemiak, funktioniere auch in Zeiten der Pandemie. “Wir sind handlungsfähig. Die CDU redet nicht nur über Digitalisierung, sie kann auch Digitalisierung”, sagte er mit Blick auf den zurückliegenden volldigitalen Parteitag. “Die letzten Wochen waren Volkspartei pur”, bemerkte Ziemiak und weiter: “Heute beginnt ganz offiziell mit der Feststellung des Schlussergebnisses ein neues Kapitel in der CDU.”

Thomas de Maizière, Sprecher des Wahlvorstands, dem zudem die Abgeordneten Michaela Noll und Ansgar Heveling angehörten, verkündete die konkreten Wahlergebnisse. Danach waren 983 Briefwahlumschläge (von 1.001 Delegierten) fristgerecht beim beauftragten Notar eingegangen. Drei Umschläge habe man nicht zulassen können.

Armin Laschet konnte von den 980 abgegeben, gültigen Stimmen 796 Stimmen auf sich vereinen. Dies entspräche 83,35 Prozent, so de Maizière.

Bei den Wahlen zu den fünf Stellvertretern, den sieben Mitgliedern des Präsidiums sowie den 26 Mitgliedern des Bundesvorstands erreichten alle Kandidatinnen und Kandidaten die erforderliche Mehrheit. Das Frauenquorum von einem Drittel wurde bei jedem der Wahlgänge erfüllt.

Bundesschatzmeister Dr. Oliver Murmann wurde mit 950 Stimmen (98,75%) im Amt bestätigt. Der Mitgliederbeauftragte Henning Otte vereinte 937 Stimmen auf sich (97,4%).