Julia Klöckner: „Landwirte der Zukunft denken modern!“

11.09.2018

Julia Klöckner: „Landwirte der Zukunft denken modern!“

Deutschlands Landwirtschaft wird umweltfreundlicher, tierfreundlicher und ressourcenschonender. Ministerin Julia Klöckner hat bei der Haushaltsdebatte betont, dass sie die Landwirte auf diesem Weg unterstützen will.

Mehr als 6,2 Milliarden Euro plant das Landwirtschaftsministerium für den Haushalt 2019 ei. Das sind über 220 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr. Zentrales Thema ist die Unterstützung der Bauern beim Strukturwandel: Moderne Landwirtschaft braucht ein modernes Umfeld mit schnellem Internet und guter Infrastruktur. „Landwirte der Zukunft denken modern!“ betonte Klöckner. 4 Milliarden Euro stehen dafür zur Verfügung. Das beinhalte heute schon eine Nutztierstrategie „in der Umweltschutz, Klimaschutz und Tierschutz zusammengebracht werden“.

Besondere Verantwortung für ländliche Regionen

„Wir haben eine besondere Verantwortung für die ländlichen Regionen … als Regionen in denen man lebt und arbeitet.“ Durch eine starke Landwirtschaft und in Zusammenarbeit mit den Landwirten wird das Leben auf dem Land aufgewertet. Es sei ihr erklärtes Ziel, Infrastrukturangebote in die Dörfer zurückzuholen.

Einen großen Schwerpunkt bildet der Agrarsozialhaushalt. Darin enthalten sind 178 Millionen Euro Bundeszuschuss zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung, der die landwirtschaftlichen Betriebe spürbar entlasten wird. „Ich finde das richtig“, betonte Klöckner. Ganze Familien arbeiteten zusammen ohne Blick auf einen festen Stundenlohn. Man müsse diese Familien deshalb unterstützen. „Es ist in unser aller Interesse, dass in Deutschland eine flächendeckende, regionale bäuerliche Landwirtschaft erhalten bleibt.“

Helfen statt polarisieren

Die zugesagten Dürrehilfen bezeichnete Klöckner als „Hilfe mit Augenmaß zur Sicherung der Existenz“. Landwirte spürten an ihrer Existenz und an ausfallenden Ernten Veränderungen am Klima mehr als alle anderen. Deshalb sei Unterstützung richtig. Diese müsse sich aber am Bedarfsfall orientieren, nicht an ideologischen Vorgaben. Wer Hilfe davon abhängig mache, ob Landwirtschaft traditionell oder ökologisch sei, der „polarisiert und spaltet die Bauernschaft“, kritisierte die Ministerin und stellte klar: „Das wird es mit mir nicht geben.“