Ausbildung in Corona-Zeiten: Das ist für viele Betriebe eine besondere Herausforderung. Die Bundesregierung wird Ausbildung deshalb weiter unterstützen. Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wird dazu ausgebaut. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek betonte im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Arbeitsminister Hubertus Heil: „Wir tun alles, um der beruflichen Bildung, um die wir weltweit beneidet werden, einen angemessenen Stellenwert zu geben.“

„Wir unterstützen den Aufbau und Erhalt der Berufsausbildung mit unseren Möglichkeiten“, erläuterte Karliczek den Beschluss. „Wir erreichen zwei Dinge: Wir ermöglichen einen erfolgreichen Abschluss. Und wir sorgen dafür, dass dadurch Ausbildungsplätze für nachfolgende Bewerber frei werden“, so Karliczek. Der Beschluss ist damit ein „weiterer Baustein zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie“.

Anja Karliczek: „Wir wollen gerade auch die Branchen unterstützen, die von der Pandemie arg gebeutelt sind. Denn sie brauchen diese Fachkräfte nach der Pandemie."

Darum geht es:

Ausbildung nennt sich nicht umsonst „Investition in die Zukunft“. Diese Investition können viele Betriebe in der Pandemie nicht leisten. Unsere Unternehmen sind aber auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deshalb werden seit 2020 Hilfen gewährt. „Heute wurde beschlossen, das weiterzuentwickeln und den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren“, so Karliczek. „Wir tun unser Möglichstes, damit auch in der Pandemie weiter ausgebildet werden kann.“

Das Bildungsministerium bietet zur Berufsorientierung zudem eine virtuelle Plattform an, „um das Matching zu erleichtern“ – die richtige Wahl der Ausbildung und das Finden des geeigneten Betriebs. „Es fällt auch jungen Menschen immer schwerer, sich über Ausbildungsplätze zu informieren und zu bewerben“, machte die Ministerin deutlich.