9. November: Schicksalstag der Deutschen

09.11.2018

9. November: Schicksalstag der Deutschen

Der 9. November ist ein ganz besonderer Tag für die Deutschen. Wie kein anderes Datum steht er gleichzeitig für unfassbares Leid und große Freude, für tiefe Scham und großen Mut.

Vor 100 Jahren, am 9. November 1918, rief Philipp Scheidemann in Berlin die Republik aus. Nach den Schrecken des Ersten Weltkrieges wandte sich das Volk gegen die Monarchie und legte mit der Novemberrevolution einen Grundstein für die Weimarer Republik.

Vor 95 Jahren versuchte Adolf Hitler mit einem Putsch die Weimarer Republik zu beseitigen. Der Versuch scheiterte.

Vor 80 Jahren markierte der 9. November 1938 einen ersten traurigen Höhepunkt bei der organisierten Verfolgung und Entmenschlichung der Juden. Geschäfte, Synagogen und Friedhöfe wurden zerstört und geschändet, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger angegriffen und getötet. Diesem Gewaltexzess folgte alsbald die systematische Vernichtung jüdischen Lebens in ganz Deutschland und Europa.

Der 9. November 1989 schuf die Grundlage für die Deutsche Einheit in Freiheit, die wir in diesem Jahr zum 25. Mal feiern konnten. Tausende Männer und Frauen gingen in der damaligen DDR bei der Friedlichen Revolution auf die Straße und brachten nicht nur die Mauer, sondern das menschenverachtende SED-Regime zu Fall.

Die Erinnerung an diese prägenden Ereignisse unserer Geschichte sind Mahnung und Auftrag an uns alle. Es ist eine Verpflichtung, uns jederzeit für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte einzusetzen. Wir Deutschen haben erfahren müssen, dass die Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern wir jeden Tag dafür hart arbeiten müssen. Dem fühlt sich die CDU verpflichtet.