"Deutschland kann erheblich mehr, als Rot-Grün
möglich macht"
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| "Jeder spürt es: Die Uhr
für Herrn Schröder und Rot-Grün läuft ab." |
"Deutschland steht am Scheideweg", sagte die Partei- und
Fraktionsvorsitzende Angela Merkel zu Beginn ihrer Grundssatzrede auf dem
CDU-Parteitag in Leipzig. Während sich die Sozialdemokraten als "reform-
und regierungsunfähig" erweisen würden, arbeite die CDU daran,
Deutschland wieder nach vorne zu bringen. "Wir verschlafen unsere
Oppositionszeit nicht, sondern wir sind der Reformmotor im Land", rief Angela
Merkel in den Applaus der Delegierten. Die CDU stehe jederzeit bereit, die
Regierungsverantwortung zu übernehmen: "bereit, willens und in der Lage,
das Erforderliche zu tun".
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"CDU ist auf einem guten Weg"
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| "An den Kosten der Demographie
kann sich niemand vorbeimogeln." |
Altbundespräsident Roman Herzog hat in einer
leidenschaftlichen Rede die Reformkonzepte der CDU gewürdigt. "Wenn jetzt
noch eine Reform der Bildungspolitik und die Abschaffung von Vorschriften
hinzukommt, dann wissen die Menschen, was sie von uns erwarten dürfen".
Bei der rot-grünen Regierung werde man jedoch nie erfahren, wie die Dinge
wirklich stehen, sagte Herzog. Am entschiedensten wandte sich Herzog gegen den
"geistigen Verarmungsprozess", der in der Gesellschaft eingesetzt habe. "Eine
Gesellschaft ohne Kinder ist eine Gesellschaft ohne Zukunft", diese Erkenntnis
müsse sich wieder deutschlandweit durchsetzen.
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Der vorpolitische Raum muss neu vermessen werden
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| "Menschen abholen, wo sie
stehen." |
Mit den Beschlüssen zu den Reformen des sozialen
Sicherungssystems und des Steuersystems hat sich die Union inhaltlich neu
positioniert. Dass die Union bereit ist, auch organisatorisch Neuland zu
betreten, machte Generalsekretär Laurenz Meyer in seiner
Einführungsrede in den Antrag "Bürgerpartei CDU. Reformprojekt
für eine lebendige Volkspartei" deutlich.
Wer Menschen begeistern wolle, müsse sie dort abholen,
wo sie stehen, sagte Laurenz Meyer. Die Veränderung der Gesellschaft in
ihrer demographischen Zusammensetzung und in ihren Erwerbs-, Bildungs- und
Familienstrukturen, habe zu Individualisierung und zu einer Erosion
traditioneller Milieus geführt, sagte Meyer. Dieser Prozess müsse
jetzt organisatorisch nachvollzogen werden, sagte Meyer. Ziel sei es, die
Lücke zwischen moderner Bürgergesellschaft und Politik wieder zu
schließen.
Steuerkonzept verabschiedet
"Grundlage zur Auseinandersetzung mit Rot-Grün"
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| "Reform des Systems statt
Reform im System." |
Der CDU-Antrag zur Reform des Einkommensteuerrechts ist vom
Bundesparteitag mit großer Mehrheit verabschiedet worden. Mit nur noch
drei Steuerstufen von 12, 24 und 36 Prozent soll das bestehende System radikal
vereinfacht werden. Die Abschaffung von Steuerausnahmen und die einheitliche
Besteuerung der verschiedenen Einkommensarten sind weitere Kernpunkte des von
Friedrich Merz erarbeiteten Konzepts. Ein Konzept, mit dem die CDU "jederzeit
die Regierungsverantwortung übernehmen kann", so der stellvertretende
Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. "Wir haben es derzeit mit einem
Zustand fortschreitender Chaotisierung der Steuergesetzgebung zu tun", sagte
Merz zur Steuerpolitik in Deutschland. Dabei würden viele Menschen schnell
den Überblick verlieren. "Ehrlichkeit kann man aber nur erwarten, wenn die
Steuergesetzgebung lesbar und nachvollziehbar ist", machte Merz klar. Hart ins
Gericht ging Friedrich Merz mit der rot-grünen Bundesregierung. Den
Vorschlag, die Gewerbesteuer auf Mieten und Pacht zu erweitern nannte er
"schlicht Unsinn". Steuern auf Kosten und nicht auf Einnahmen zu erheben sei
mittelstandsfeindlich und der falsche Weg. "Was mich beschämt, ist das
Personal auf der Regierungsbank", so Merz. "Das ist unwürdig für
Deutschland." Die Delegierten bedankten sich bei Merz für diese Rede und
das Steuerkonzept mit lang anhaltendem Applaus.
Beschlossenes
Steuerkonzept...

Stoiber ruft CDU und CSU zu Geschlossenheit auf
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| "Haushaltschaos, Rentenchaos,
Mautchaos": Das einzig Verlässliche an Rot-Grün ist das Chaos" |
"Die CDU hat auf diesem Parteitag ein entschlossenes und
mutiges Signal für Aufbruch und Aufstieg gegeben", sagte der
CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber am Dienstag vor den rund 1000 Delegierten in
Leipzig. Um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern, brauche
Deutschland einen Paradigmenwechsel. Insbesondere müssten die sozialen
Sicherungssysteme, das Steuerrecht und der Arbeitsmarkt reformiert werden. Es
sei dabei "selbstverständlich", dass in CDU und CSU in der Sache
gestritten werde. "Aber am Ende müssen und werden wir eine gemeinsame
Position haben", betonte Stoiber.
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