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29.07.2010 | Ursula von der Leyen | Berlin |

Arbeitsmarkt

"Gute Gründe, mit Optimismus in den Herbst zu gehen"

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat die heute bekannt gegebenen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit positiv bewertet. "Vom Arbeitsmarkt kommen im Juli wiederum gute Nachrichten", sagte von der Leyen. Der jahreszeitlich bedingte Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei in diesem Sommer sehr verhalten ausgefallen. Diesen Effekt herausgerechnet seien sogar 20 000 Menschen weniger arbeitslos als im Juni.
Ursula von der Leyen "Auch langfristige Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt annehmen."

Bei dieser Entwicklung helfe nach wie vor die Kurzarbeit. "Sie spielt eine geringere, aber weiter wichtige Rolle", sagte von der Leyen. Besonders ermutigend sei, dass trotz des leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen insgesamt die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinke. "Im Ausgang der Krise haben also auch zunehmend die Menschen bessere Chancen, die schon längere Zeit nicht mehr in Beschäftigung waren."

Auch die Messzahlen der Erwerbstätigkeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung weisen im Vergleich zum Vorjahr eine erfreuliche Tendenz nach oben auf. Nach Einschätzung von der Leyens zeige dies: "Die Einstellungsbereitschaft wächst; die Unternehmen bauen Beschäftigung auf."

Trotzdem dürfe man nicht den Fehler machen, die Krise mit ihren Folgen für den Arbeitsmarkt für beendet zu erklären. Für Übermut gebe es keinen Grund. Wichtig sei es, sich "neben der auslaufenden Krisenbewältigung stärker der großen, langfristigen Herausforderung anzunehmen". Dazu zählten die Ansätze, Menschen besser für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, Alleinerziehende, Migranten und Ältere stärker in qualifizierte Arbeit bringen und dort zu halten sowie den Wandel der Arbeitswelt zu gestalten.

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