14.06.2010 | EAK | Berlin |
EAK-Bundestagung
Verfolgten Christen eine Stimme geben
Auf der diesjährigen 47. Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/ CSU (EAK) hat die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Stärkung der Religionsfreiheit betont und angekündigt, die weltweite Verfolgung und Diskriminierung von Christen innerhalb der schwarz-gelben Koalition noch stärker zu thematisieren.
Merkel: "Denen helfen, die ihrer Rechte beraubt werden"
Mit 200 Millionen Menschen gelten Christen als die weltweit größte verfolgte religiöse Minderheit, deren Religionsfreiheit in 64 Ländern der Erde stark eingeschränkt ist oder überhaupt nicht existiert. Angesichts dieser Tatsache forderte die Bundeskanzlerin alle Deutschen auf, sich für diese Menschen einzusetzen: "Wir haben kein Recht dazu, uns nicht um die Würde des Anderen zu kümmern, nur weil unsere eigene Würde geschützt ist."
In ihrer Rede vor 450 Gästen machte Angela Merkel ebenfalls deutlich, dass der Einsatz für die Religionsfreiheit zugleich auch ein Kampf für die Menschenrechte bedeute, da diese auf dem christlichen Menschenbild gründeten. So müsse man "auch in der gegenwärtigen Krise über den Tellerrand schauen und denen helfen, die ihrer Rechte beraubt werden".
Vor Vertretern aus Partei und Kirchen warb die Bundeskanzlerin außerdem für die aktuell notwendigen Sparmaßnahmen der Bundesregierung und verteidigte die geplanten Kürzungen in der Sozialpolitik: "Man muss verlässlich sein und dieses Paket verteidigen". Aufgabe sei jetzt, die Menschen mitzunehmen.
Der EAK-Bundesvorsitzende Thomas Rachel dankte der Bundeskanzlerin für ihr überzeugendes Menschenrechtsengagement und unterstrich, dass der Einsatz für Religionsfreiheit sowie für den Schutz verfolgter christlicher Minderheiten ein besonderes Anliegen aller Mitglieder der Union und zu Recht Bestandteil des CDU-Grundsatzprogrammes sei.