"Solidarische Hilfe und Eigenanstrengung gehören unbedingt zusammen."
Als dramatisch für kleinere Sparer bezeichnete Gröhe, dass auch sie herangezogen werden, um den immensen Schuldenberg Zyperns abzutragen. Noch dramatischer sei allerdings die drohende Staatspleite, wenn Europa hier nicht helfe. Mit Interesse blicke man jetzt nach Zypern und auf die anstehende Zustimmung des zypriotischen Parlaments, sagte der CDU-Generalsekretär.
Darüber hinaus haben sich CDU und CSU auf zwei rentenpolitische Vorhaben verständigt, die auch in das gemeinsame Regierungsprogramm einfließen sollen. So soll zum einen die Rente von Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren sind, deutlich angehoben werden. Sie waren bislang gegenüber Müttern später geborener Kinder im Nachteil. Die geplante Anhebung um einen Rentenpunkt macht bei einem Kind 330 Euro pro Jahr, bei zwei Kindern 660 Euro pro Jahr aus.
Das zweite Vorhaben betreffe die Lebensleistungsrente: Künftig soll stärker anerkannt werden, wenn Arbeitnehmer über viele Jahre hinweg Beiträge eingezahlt haben. Dieses Vorhaben soll Renten oberhalb der Grundsicherung garantieren, versprach Gröhe.
Im Anschluss an die Sitzungen von Präsidium und Bundesvorstand traf sich die CDU-Führung zu einem traitionellen Gespräch mit Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz. Thema sei dabei unter anderem die Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglios zum Papst gewesen. Gröhe berichtete, dass alle tief bewegt seien von der Bescheidenheit und Frömmigkeit des neuen Amtsträgers. Er wünschte dem frisch gewählten Papst Franziskus noch einmal alles Gute und Gottes Segen. Dass Franziskus der erste Südamerikaner auf dem Papststuhl sei, wertete Gröhe als "starkes Zeichen".