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05.06.2009 | Annette Widmann-Mauz |

Gesundheitspolitik

Organspende - Verantwortung, die uns alle angeht

Anlässlich des Tags der Organspende am 06. Juni erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:

Mit der Bereitschaft zur Organspende zeigen viele Menschen in Deutschland Verantwortung  für ihre Mitmenschen - auch über den Tod hinaus. Organspende und Organtransplantation sind Themen, die uns alle angehen. Hier ist jeder einzelne von uns gefordert. Obwohl die Spenderzahlen im ersten Quartal diesen Jahres - nach einem massiven Rückgang im Jahr 2008 - wieder zugenommen haben, ist nicht nachzulassen in den Bemühungen, die Spendebereitschaft weiter zu steigern. Der Tag der Organspende, bei dem bundesweit Selbsthilfegruppen, die Deutsche Stiftung Organtransplantation und andere Institutionen die Bevölkerung informieren und Spenderausweise verteilen, rückt das Thema wieder ins Bewusstsein und kann viele Menschen dazu bewegen, auch tatsächlich Organspender zu werden. Dass die Bevölkerung  gut bis sehr gut über die Organ- und Gewebespende informiert ist, zeigt eine Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Allerdings gilt es, die Anzahl derjenigen, die einen Organspendeausweis ausgefüllt und damit ihre Bereitschaft zur Organspende auch dokumentiert haben, weiter zu steigern.

Ausgehend von ihren christlichen Wertvorstellungen ist die Förderung der Bereitschaft zur Organspende ein wichtiges Anliegen für die Unionsfraktion. So hat sie im Rahmen eines Symposiums "Organspende: Ja zum Leben" im Juni 2008 in Berlin mit Fachleuten aus der Transplantationsmedizin, Theologie, Vertretern der Vermittlungsorganisationen und Betroffenen, diskutiert,  wie sich die Spendenbereitschaft erhöhen lässt, ohne die Selbstbestimmung zu gefährden. Denn rund 12.000 Menschen in Deutschland stehen auf einer Warteliste für ein Organ, davon warten mehr als 8.0000 Patienten auf eine Niere, weil es nicht genügend Spender gibt.

 

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