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19.03.2008 | Wolfgang Schäuble |

Innere Sicherheit

Herausforderung durch den internationalen Terrorismus

Nach den Worten von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble fordert der internationale Terrorismus nicht nur die deutsche Demokratie heraus, sondern die gesamte westliche Staatengemeinschaft. "Die von ihm ausgehende Bedrohung setzt sich über die gewohnten Grenzen und Kategorien einer in souveränen Staaten organisierten Völkergemeinschaft hinweg", schreibt der CDU-Politiker in der "Politischen Meinung". Gleichwohl könnten die freiheitlichen Demokratien "die auf sie geplanten und gerichteten Angriffe nur und am besten mit den Mitteln des Rechtsstaats und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit abwehren". Glaubwürdig sei nur der Staat, der seinen rechtsstaatlichen Überzeugungen treu bleibe.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble Rechtliche Grauzonen stellen die politische Glaubwürdigkeit infrage.

Angesichts der neuen Herausforderungen müsse das Völkerrecht neue Instrumente erhalten, um den Bedrohungen für den internationalen Frieden und die Sicherheit begegnen zu können. Ein Weg sei "die Entwicklung eines transnationalen Präventions- oder Polizeirechts", betont der Bundesinnenminister. Auch wenn es wegen des erforderlichen breiten Konsenses wohl noch zu früh für völkerrechtliche Instrumente auf diesem Gebiet sei, feststehe schon heute, dass die Gewährleistung von Menschenrechten dabei nicht zur Disposition stehe. "Die Festnahme von Terrorverdächtigen und ihre fortdauernde Inhaftierung bedürfen richterlicher Kontrolle", mahnt Schäuble.

Mit Blick auf die Situation in Deutschland erinnert der CDU-Politiker an die nationale Strategie zur Terrorismusbekämpfung. Sie reiche von der Zerstörung terroristischer Strukturen bis zu Schutzvorkehrungen für die Bevölkerung. Ein wichtiges Ziel sei es, dem "Homegrown-Terrorismus" vorzubeugen. Das beste Mittel gegen Radikalisierung und Gewaltbereitschaft sei immer noch die gesellschaftliche Integration. Deshalb müsse im Interesse des Zusammenhalts unserer Gesellschaft die Integration gelingen.

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